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Österreich
WWW – Wachau, Wien und Wir

WWW – Wachau, Wien und Wir

am 8. April 2014 | 6 Kommentare

Obwohl unser letzter Post gerade einmal 4 Tage alt ist, gibt es schon wieder so viel zu berichten! Die Erlebnisse weniger Tage aufzuschreiben und gedanklich zu sortieren kommt einem so vor, als würde man einen ganzen Monat Revue passieren lassen. Heute haben wir aber wirklich Ruhe, dies zu tun. Wir haben uns für 3 Nächte ins Hostel in Wien eingemietet (für uns Radfahrer gabs mal wieder ein kostenloses Upgrade: extra großes Zimmer, so dass wir unsere Fahrräder mit hinein nehmen können!) und sitzen bei strahlendem Sonnenschein in der Hostel-Bar (drinnen) und freuen uns über den wenig ereignisreichen Tag.. Sowohl Kopf als auch Beine können heute entspannen In Grein sollten wir laut Wetter-App bei wunderschönem Sonnenschein in Richtung der, in höchsten Tönen angepriesene Region Wachau starten. Allerdings blieb es den ganzen Tag sehr diesig, die Sonne schaffte es nicht, diese merkwürdige, hartnäckige Wolke zu durchbrechen oder gar aufzulösen. Dazu kam ein unglaublicher Gegenwind. Auf unseren Taschen bildete sich eine gelbliche Staubschicht; da verstanden wir: Die „Wolke“ war der angekündigte Sahara-Staub, der sich über Mitteleuropa gelegt hatte. Überhaupt war alles anders.. Durch den kräftigen Gegenwind war die Donau plötzlich nicht mehr der wie ein ruhiger See anmutende, ruhige Fluss. Es schien, als habe der Wind die Kraft, die Fließrichtung der Donau umzukehren – sehr verrückt… Positiv denkend, wie wir sind, sahen wir diese widrigen Umstände als Gelegenheit, unser Windschattenfahren zu perfektionieren: Jeder kämpft 2,5 km gegen den Wind, dann ist der andere dran. Wir sind ein wirklich gutes Team! So erreichten wir mit guter Laune die Stadt Melk – der Beginn der Wachau! Wir waren wirklich sehr gespannt. So viele Radfahrer, die wir auf unserem Weg trafen, hatten uns von dieser Region vorgeschwärmt. Es sollte jetzt auch die Zeit der Marillen-Blüte sein, die schönste Zeit in der Wachau. Die Wachau ist sowohl für den Grünen Veltliner, als auch für ihre Marillen bekannt – wir freuten uns auf optische und kulinarische Genüsse Wir planten irgendwo in der Wachau einen Pausentag einzulegen, um die Region auch abseits des Donau-Radweges kennenzulernen. Nachdem wir den Stift Melk aus der Ferne bewundert hatten, rollten wir in die Wachau hinein. Nach der Stadt Melk konnten wir zwar zahlreiche Marillen-Wiesen am Wegesrand sehen, jedoch nur Blüten von Kirsch-...

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Sprachgrenzerfahrungen

Sprachgrenzerfahrungen

am 4. April 2014 | 9 Kommentare

Unsere Verabschiedung aus Passau wurde spontan noch einmal so richtig schweißtreibend. Mit Blick auf einen leichten Radfahrtag auf dem flachen Donauradweg entschieden wir, dass wir die „nur noch wenigen Höhenmeter“ – so sagte die Rezeptionistin und auch Thorsten mit Blick auf sein GPS-Tacho – bis zur Passauer Burg gerne für einen schönen Blick auf uns nehmen wollten. Aus den 40 Höhenmetern wurden aber schnell 100… Hm, irgendwie hatten wir uns da wohl vertan. Wieder ein wenig mehr über das korrekte Lesen des GPS-Tacho gelernt . Die Anstrengung hat sich aber wirklich gelohnt, wir wurden mit einem schönen Abschiedspanorama über Passau belohnt. Die Grenze zu Österreich war schnell auf „Schmugglerwegen“ (so hieß der Weg tatsächlich) erreicht. Österreich hat uns mit strahlendem Sonnenschein in Empfang genommen. Auf dem Weg durch die schöne Donauschlinge mussten wir zum zweiten Mal auf ein anderes Transportmittel als unser Rad setzen: eine Donaufähre Auf der anderen Seite angekommen trafen wir auf zwei sehr nette in Deutschland lebende Rumänendeutsche die sich uns am liebsten auf unsere Reise angeschlossen hätten. Wir haben unser Tempo inzwischen deutlich gedrosselt um ein wenig mehr von den Leuten und der Natur mitzubekomen. So kamen wir sehr entspannt nach gerade mal 30 km Tagesetappe in Linz an und hatten den ganzen Tag Zeit um das schöne Wetter in Linz an der Donau zu genießen. Ein wenig seltsam kommt man sich ja schon vor, wenn man am Donauufer in einem Park einer Großstadt seine Campingstühle auspackt. Aber es war verdammt entspannend! . In Linz haben wir Mike als unseren Gastgeber kennengelernt. Er hat eine super Wohnung mit sehr schlauen Küchengeräten. Dank der Rauchmelder-Funktion des Backofens konnte unser Essen noch gerettet werden und die Küche blieb unversehrt. Backpapier und Grillfunktion vertragen sich nicht immer  . Unsere gestrige Fahrt nach Grein, auf der wir bereits am Morgen die 1000 km Marke geknackt haben, war wieder sehr entspannend. Wir nehmen uns mittlerweile endlich die Zeit, einfach mal eine Weile in der Sonne zu sitzen, schöne Pflanzen und Tiere zu fotografieren oder etwas über die Region zu erfahren. Erstaunt über die beeindruckenden Hochwasserschutzmaßnahmen im Hinterland der Donau, kamen wir mit einem örtlichen Fischer ins Gespräch. Er erzählte uns viel über vergangene Hochwasser und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen. 2013...

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