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Gemeinsamer Aufbruch mit Rückenwind

Gemeinsamer Aufbruch mit Rückenwind

21. März2014

Nach sechs Tagen auf dem Fahrrad entspannen wir heute in Fulda bei Sonnenschein und milden Frühlingstemperaturen. Diesen Entspannungstag haben wir uns richtig verdient und er ist auch dringend nötig, die Muskeln schreien danach! In den letzten Tagen haben wir feststellen müssen, dass die Berge hinter Winterberg nicht enden .

Der Start in unser Abenteuer wurde uns durch unsere Freunde und Familie leichter gemacht. Die erste Etappe von Borhorst nach Buldern war für uns eine lustige Fahrradtour mit Sabines Familie und Dirk. Wir hatten viel Zeit für Fotos, Gespräche und Kaffee-/Tee-Pausen – wir haben es genossen! Gemeinsam wurden die ersten seichten Steigungen in den Baumbergen mühelos überwunden.

Nach einer erholsamen Nacht in Buldern bei Thorstens Eltern kamen noch einmal beide Familien und Freunde zusammen, um uns in unser Abenteuer mit vielen Umarmungen und ein paar Abschiedstränen zu entlassen. Bis Werne rollten wir zu siebt in Richtung Istanbul . Tim verabschiedete sich in Werne von uns, nachdem er uns zuvor ein wenig durchs Münsterland gescheucht hatte . Für uns war nun erst einmal eine Pause notwendig, die leider in einem ersten platten Reifen endete – in Werne sollte man Fahrräder wohl nicht unbeobachtet lassen. Aber gut, dass wir ja für alle Fälle gerüstet sind – das Flickzeug wurde von Alfred für gut befunden . Ohne weitere Pannen erreichten wir mit unseren Eltern Monika und Alfred, Mechthild und Günter unsere tolle Ferienwohnung in Wickede.

In den nächsten Tag starteten wir wieder mit einer Flick-Aktion. Dieses Mal zeigte Sabines Fahrradschlauch Altersschwäche und musste ausgewechselt werden. 2 Pannen in 2 Tagen – das sollte wohl fürs Erste reichen! Ohne weitere Material- oder Muskelschwächen erklommen wir mit vereinten Kräften unseren höchsten Punkt in Deutschland: Winterberg. Auf dem Weg dort hin war ein alter Bekannter – die Ruhr – unser ständiger Begleiter. Bis zu ihrer Quelle folgten wir ihrem Lauf bergauf. Die drei gemeinsamen Tage reichten nicht aus, dass unsere Eltern genug von uns hatten – und wir von ihnen! Auch die vielen Höhenmeter konnten sie nicht abschrecken, sie wären am liebsten noch eine Weile mit uns gefahren. Für uns war es schön, dass unsere Eltern die ersten schweren Höhenmetern mit uns gemeinsam gemeistert haben. Es war für uns ein Ansporn! Außerdem waren unsere Eltern auch sehr unterhaltsame Reisebegleiter – wir haben viel mit euch gelacht! Der Abschied in Winterberg war nicht leicht, aber die direkt folgende Steigung ließ uns keine Kraft für Tränen. “Nach Winterberg geht es nur noch bergab!” stimmt nicht! In unseren ersten beiden Tagen alleine auf der Reise machten wir 1400 Höhenmeter auf 155 km.

Nach dem ersten Tag zu zweit bereitete uns Dirk mitten im hessischen Nirgendwo eine wundervolle Oase der Entspannung und Gastfreundschaft. Ziemlich müde genossen wir frisch geduscht den Luxus der Schlafcouch. Unser übliches zweites Frühstück führte uns am nächsten Morgen in die Innenstadt von Schwalmstadt. Dort wurden wir von Reinhold Tripp vom örtlichen adfc angesprochen, nachdem er unsere schwer beladenen Pack-Drahtesel gesehen hatte. Das Ergebnis dieses Zusammentreffens könnt ihr auf der Internetseite des adfc Schwalmstadt sehen. Auf dem empfohlenen Bahnradweg Rotkäppchenland ging es bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Fulda. Unser Plan, unterwegs nach Bedarf unser Zeltlager aufzuschlagen, war leider nicht vollkommen durchdacht. Die Annahme, man könne unterwegs wohl noch “irgendwo” Lebensmitel einkaufen, erwies sich als absolut falsch – zumindest für die letzten 40 km vor Fulda. Da wir uns abends nicht nur von Schokolade ernähren wollten hieß die Konsequenz daraus: Ab nach Fulda! Mit 94 km und über 650 Höhenmetern in den Beinen erreichten wir völlig erschöpft die auf dem Berg liegende Jugendherberge! Und hier sind wir nun und genießen unseren verdienten freien Tag

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Bericht im Reiseverlauf »

Gefahrene Strecke

    8 Kommentare

  1. Daumen hoch für euch …… gönnt euch die Auszeit. VG Dirk

  2. Schön das ihr uns mit Fotos und Berichten an eurer Reise teilhaben lasst. Wir freuen uns auf mehr und denken jeden Tag an auch und Fragen uns dabei “was erleben sie wohl heute schönes?” Viele liebe Grüße =)

  3. Ich euch durchs münsterland gescheucht???
    Kann doch gar nicht sein
    Schöne Fahrt euch.
    Grüße aus Münster

  4. Hi, ihr zwei Weltenbummler

    Regina und Tim haben uns eure Blog-Adresse weitergegeben. Wie schön, dass man ab und zu mal gucken kann, wo ihr gerade seid und wie es euch geht!
    Wir wünschen euch eine tolle Zeit, möglichst wenige Pannen und viele nette und spannende Begegnungen auf dem Weg!
    Wenn ihr in Neuseeland angekommen seid, können wir euch gerne ein paar Tipps geben, wenn ihr mögt

    Viele liebe Grüße aus Münster!
    Steffi und Michael

    • Tipps sind uns immer willkommen! Bis dahin haben wir dann wahrscheinlich auch schon die nötige Ruhe um uns diesen Tipps auch mit der nötigen Zeit zu widmen Im Moment sind wir dabei zu lernen uns auf Tipps außerhalb unserer geplanten Route einzulassen.

  5. Eine Oase der Entspannung und Gastfreundschaft… das geht mir runter wie Butter

    Wünsche Euch eine gute und sichere Fahrt! Bloggt mal schön fleißig, ein gewisser Erholungseffekt setzt schon beim Lesen ein, quasi Urlaub zum Lesen… naja, man kommt natürlich nur damit klar, wenn man den blanken Neid ausblendet!

  6. Hallo ihr lieben Abenteurer!

    Auch von uns aus Lüdinghausen ganz liebe Grüße.Wir wünschen euch eine spannende Auszeit und möglichst wenig Pannen.
    Freuen uns auf eure Berichte und Fotos!!!!!!!

    Alles Liebe und sonnige Grüße!
    Marga , Herbert und Kids

  7. با عرض سلام و ادب
    رسید کرج
    دوستار شما مهدی علایی – ابهر

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